#Reset? oder Reset?

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Seitdem es Computer gibt, ist #Reset zu einem der wichtigsten zeitgenössischen Wörter geworden. Solange alles läuft, kein Thema. Wenn aber nichts mehr geht – der Bildschirm erstarrt, der Cursor unbeweglich – dann hilft dir nur noch eins: ein #Reset. 

Dann brauchst es diesen interessanten Klammergriff, zu dem man beide Hände braucht, und der ist der Schlüssel zur erlösenden Aufhebung dieser Starre. Einmal tabula rasa bitte. Einmal alles wieder auf null setzen. 

Mit lauten Tönen und angestrengtem Rattern aus den Tiefen der Maschine fährt dann alles hoch: das System läuft wieder. Wie immer.

Wäre es nicht wunderbar, wenn es für bestimmte Situationen im richtigen Leben auch einen solchen Zauberschlüsselgriff gäbe? Einen Code, der dir das, was nicht funktioniert, einfach löscht und erlaubt, da weiterzumachen, wo alles noch gut war? Alles wie immer?

Nicht wirklich! Denn die Voraussetzungen sind grundverschieden.

Tabula rasa ist – anders als beim #Reset deines Computers – oft schlicht und einfach nicht möglich. Du hast Verbindlichkeiten, Versprechen, Verträge. Da kommst du nicht mal eben raus. 

Aber auch jenseits des Faktischen: Du bist gebunden an und durch Emotionen – und vor allem durch Beziehungen. Du hast eine Menge zu verlieren, wenn du alles per Knopfdruck hinter dir lässt. 

Menschen sind nun mal (zum Glück) keine binären Maschinen, bei denen es nur eins oder null, richtig oder falsch gibt. Du hast eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten. Du kannst dir deine Optionen anschauen, dich damit auseinandersetzen und (weitgehend) frei wählen. 

Natürlich gibt es da auch innere Begrenzungen in Form von alten Glaubenssätzen, übertriebenen Sicherheitsbedürfnissen, vermeintlichen gesellschaftlichen Verpflichtungen, überholtem Statusdenken u.v.a.m. 

Oft sind es die äußeren Lebensumstände oder das Schicksal, die dich vor vollendete Tatsachen stellen. Da hilft dir tabula rasa nicht weiter. Im Gegenteil.

Und genauso wenig, wenn in dir langsam aber sicher die Gewissheit reift, dass dein Leben oder Teile deines Lebens ins Stocken geraten oder eventuell auch schon zusammengebrochen sind.

Da kommst du nicht drum herum, einen Blick auf das Alte zu werfen und zu verstehen, warum es nicht mehr funktioniert. Sonst ist die Gefahr, wieder in die gleiche Falle zu tappen, viel zu groß.

Sich mit den Ursachen eines nicht mehr funktionierenden Systems zu beschäftigen, ist nicht immer lustig. Und im Gegensatz zu einem interessanten Klammergriff überhaupt nicht sexy. 

Wenn’s aber um dein besseres Leben geht, darum, deine Ziele und Visionen zu entwickeln und sie dann auch zu realisieren, dann geht das nicht mit [strg + alt + entf]. 

Die Alternative dazu ist einer der spannendsten Prozesse, die ein Menschenleben zu bieten hat: ein Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Eben nicht mehr „weiter so!“. Sondern neu anfangen. Und dich den Themen stellen, die dafür gesorgt haben, dass das Alte ausgedient hat.  

Ein Reset. Im geschützten Raum, mit wertschätzender Perspektive auf das, was da ist, was dich bisher getragen und begleitet hat – und eben kein Klammergriff mit tabula rasa.

Überraschungen inklusive!

Übrigens habe ich meine Angebote upgedated. Wenn du magst, dann schau dich auf www.reset.de um, ob für dich oder vielleicht auch für eine*n Freund*in was dabei ist.